Sonntag, 30. Juni 2013

Karina - „Müdigkeit auf Irisch“



Nach den ersten zwei Wochen kann ich nur sagen: „Mann, bin ich müde!“.
Unter der Woche bin ich ja viel unterwegs, gerade, weil ich 1 ¼ Stunden zur Arbeit brauche (und natürlich wieder zurück). Das heißt: gehst du um halb neun aus dem Haus, bist du auch erst halb acht wieder daheim. Und abends kann man dann ja auch nicht gleich ins Bett gehen. Man muss erst einmal entspannen, und dann kommen entweder noch die Jungs rüber und ich gehe zu ihnen (die anderen Mädels bleiben für gewöhnlich im Appartement)…
Dann ist es schnell mal Mitternacht oder gar um eins, bevor man ins Bett kommt. Also nix mit acht Stunden Schlaf. Aber was soll’s. Dafür sind wir ja in Dublin. Man will auch was erleben. Und das macht man für gewöhnlich am Wochenende (und zwar im Pub oder im Club).
"Temple Bar"
Da haben wir ja nun schon einige gesehen und eine Frage kommt mir jedes Mal in den Sinn: Wie zum Teufel können all die Frauen auf so hohen Schuhen laufen und wieso tragen sie immer so verdammt kurze Kleider (zumal sie damit teilweise echt wie Presswurst aussehen)? Versteht mich nicht falsch, die Iren sind alle echt nett und zuvorkommend, aber abends denke ich ganz oft: die Mädels scheinen kein Selbstwertgefühl zu haben (oder es ist ganz einfach Gang und Gebe). Ich finde es jedenfalls traurig, zumal sie damit billig und willig (sorry für den Reim) rüberkommen – was sie wahrscheinlich auch sind, wenn man den urbanen Legenden Glauben schenken darf. Und selbst der Spruch „Sie sind jung, da darf man das…“ zieht nicht, denn auch die alternden Schönheiten Dublins mischen sich unter das Volk und graben auch mal schüchterne 19-jährige Deutsche an (na Christian^^), die sich eben noch nicht zu wehren wissen. Aber dafür sind wir dann auch im „Rudel“ unterwegs und kein Schaf (Moment: Rudel=Wolf) geht verloren.
Wie auch immer. Das Nachtleben ist aufregend und man hat immer was zu gucken. Die Drinks sind teurer als in Deutschland, aber das war uns ja auch schon klar. Deswegen wird auch (wie überall in Dublin) in den Wohnungen vorab etwas getrunken, damit man nicht allzu viel Kohle in den Pubs lässt.
"Harry Potter"-Style: O'Reillys Damentoiletten
Und gegen die Müdigkeit hilft nur eins: am Wochenende ordentlich ausschlafen. Wenn dann also die Mädels meiner WG schon das volle Kulturprogramm genießen, liege ich noch schön im Bett und träume von Flugzeuglandungen direkt auf den Straßen von Dublin (und nein, ich war nur Passant, bin nicht selbst geflogen. Das Flugzeug ist auch nicht explodiert oder so). Die meisten kennen ja bereits meine blühende Fantasie und die lebhaften Träume, von denen ich gerne erzähle. Hat sich hier noch verschlimmert, liegt wohl an den vielen Eindrücken, die man hier sammelt.
So, morgen geht es wieder auf Arbeit. Freue mich schon voll darauf, wobei ich ja trotzdem noch für ein 3-Tage-Wochenende wäre. Dann könnte ich noch etwas mehr ausschlafen.
Dann bis zum nächsten Mal.

Karina  

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